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platonische Liebe

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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Platonische_Liebe

Die von Platon in seinem Werk Symposion ausführlich beschriebene platonische Liebe und Verbundenheit steht einer in erster Linie sexuell motivierten Liebe gegenüber. Nach Platon ist diese wahre Liebe nur unter „Gleichen“ möglich. „Gleiche“ bedeutet, dass beide Individuen eine entwickelte und bewusste Seele besitzen, egal welchen Geschlechtes. Fälschlicherweise wird unter „gleich“ oftmals Homosexualität verstanden, was unzutreffend ist, da platonische Liebe frei von Sexualität ist.


Platon schildert, wie der junge, schöne Alkibiades vergeblich versucht, den alten und hässlichen Sokrates zu verführen. Dieser schlägt statt der sexuellen Vereinigung eine „höhere“, nichtkörperliche Form der Liebe vor, in der die Seelen zueinander finden.

Nach Platon ist die platonische Liebe die höchste Stufe der Liebe. Sie stehe damit im Gegensatz zur körperlichen Liebe. Diese bilde die 1. Stufe der Liebe. Davon ausgehend könne der Mensch die Liebe zu schönen und guten Lebenseinstellungen lernen (2. Stufe). Als 3. Stufe fungiere die Liebe zur Wissenschaft. Danach folge als höchste Stufe die platonische, geistige Liebe. Sie entspreche dem jedem Menschen eingegebenen Streben nach Idealen wie Schönheit, Wahrheit und letztendlich Göttlichkeit. Diese Stufe würden nur sehr wenige Menschen erreichen (siehe im Symposion die Erzählung von Diotima). Diejenigen, die diese Liebe praktizieren, nennt Platon Philosophen. Nach diesem Ansatz fasst Platon auch die Philosophie ihrem Wesen nach als Liebe auf.

19. März 2011